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Wie global ist die Nordsee?

Jever. Die Wollhandkrabbe (seit ca. 1900), die Amerikanische Scheiden- (=Schwert-) muschel (seit Ende der 1970er Jahre) und in jüngster Zeit (seit ca. 2000) die Pazifische Auster stellen die bekanntesten Neubürger (Neobiota) in den Küstenbereichen der Nordsee dar. Sie und manche anderen Arten sind allesamt bei uns ursprünglich nicht heimisch, sondern durch menschliche Aktivitäten in diesen vorher nicht von ihnen besiedelten Raum eingebracht worden und haben hier ein neues Verbreitungsgebiet gefunden. Solche Bioinvasionen, also die Einschleppung und Ausbreitung gebietsfremder Arten, stellen ein zunehmendes Risiko für Ökosysteme und nicht zuletzt auch für den Menschen dar. Als eines der weltweit meistbefahrenen Seegebiete weist die südliche Nordsee eine hohe Anzahl von Neobiota auf und die Entwicklung scheint sich derzeit noch zu beschleunigen. Ursache für die Neu-Einwanderungen sind insbesondere der globale Schiffsverkehr (Stichwort Ballastwasser) und Aquakulturen.


Dr. Achim Wehrmann, der seit 1995 am Forschungsinstitut Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven arbeitet, wird in seinem Vortrag am Dienstag, 14. März 2017, im Graf-Anton-Günther-Saal des Rathauses Jever um 19.30 Uhr einen Einblick in den derzeitigen Neobiota-Zustand im Bereich der niedersächsischen Küste geben, perspektivische Entwicklungen vor dem Hintergrund des Klimawandels aufzeigen und Strategien und Handlungsempfehlungen für ein zukünftiges Bioinvasions-Management skizzieren. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei; interessierte Gäste (auch Nichtmitglieder der WAU) sind herzlich willkommen.

 

 

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