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Lena Baller ist Anti-Doping Juniorbotschafterin: Umdenken erwünscht

baller lenaWilhelmshaven/Weimar. In der Goethe und Schillerstadt Weimar trafen sich vom 26. bis 28. September 30 junge Sportler aus ganz Deutschland zum Doping-Präventions-Seminar der Deutschen Sportjugend (dsj). Unter der Leitung von Anti-Doping-Experte Prof. Dr. Gerhard Treutlein diskutierten die Jugendlichen über die Entwicklung von Doping-Mentalität, den gesellschaftlichen und sozialen Zwängen im Sport und über Lösungsmöglichkeiten für Probleme in diesem Themenbereich. „Das Problembewusstsein für Doping im Alltag ist in der Gesellschaft nur unzureichend ausgebildet. Dies hat auch Auswirkung auf die Wahrnehmung im Sport“, beschrieb Treutlein. Die Teilnehmer kamen aus den verschiedensten Sportarten zusammen, unter ihnen auch Lena Baller aus Wilhelmshaven. Lena hatte Anfang des Jahres die ÜL-C Ausbildung Breitensport in der Sportregion der Sportbünde Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund erfolgreich absolviert. Sportlehrkraft Daniela Liessmann konnte die junge Triathletin direkt zur Mitarbeit in der Sportjugend Nord begeistern. Im Rahmen dieser Arbeit bot sich die Möglichkeit zur Teilnahme am Doping-Präventions-Seminar. 

 

Die 19jährige Sportlerin lernte an Hand eines Rollenspiels gemeinsam mit den anderen Sportlern moralische Dilemmata kennen, die auch im Alltag eines Athleten auftreten können. So stellten die Teilnehmer des Seminars fest, dass Trainer, Eltern und Freunde sowie externe Personen und die Gesellschaft in verschiedenen Situationen Druck auf die einzelnen Protagonisten ausüben. Wie der Athlet damit umgeht ist entscheidend bei der Frage: „Doping oder nicht?“.


Neben den verschiedenen Drucksituationen im Leben eines Sportlers, thematisierten die Teilnehmer vor allem die Entwicklung einer Dopingmentalität. Ute Krieger-Krause, ehemalige DDR-Schwimmerin, berichtete von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit dem systematischen Doping in der DDR. Sie erklärte, wie die Strategie des Systems von der anfänglichen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln hin zur Verwendung hochdosierter Medikamente aussah. Vor dem Hintergrund der Erzählungen sprachen die Jugendlichen im Anschluss über ihre Wahrnehmungen in der heutigen Gesellschaft.


Lena Baller wird ihr Wissen im Rahmen der nächsten ÜL-C Ausbildung Breitensport der Sportregion der Sportbünde Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund allen Teilnehmern näher bringen, auch einige Infoveranstaltungen und Einsätze im Bereich der Sportjugend Nord sind geplant.

Jade-Weser-Zeitung.de

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