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Zeitzeugen für Spiegel TV gesucht Drucken
Geschrieben von: red   
Dienstag, den 24. Januar 2012 um 13:30 Uhr

Nordenham. In Zusammenarbeit mit SPIEGEL TV starten der Rüstringer Heimatbund einen Aufruf an die Bevölkerung Nordenhams und bittet jene in dieser Sache um Ihre Unterstützung. Am 18. Juni 1944 hat Nordenham seinen schlimmsten Kriegstag erlebt. Zahlreiche Bomben gingen auf die Stadt nieder, 68 Menschen kamen ums Leben, 21 weitere wurden verletzt, viele Wohnungen wurden zerstört. Die Nordenhamer ertrugen diesen Schicksalsschlag tapfer. Man begrub die Toten und begann in den darauf folgenden Tagen die Schäden wieder zu beseitigen.

 

Eugen Jäger, ein Wehrmachtsoffizier auf Urlaub, hält die tragischen Ereignisse jener Tage mit seiner Filmkamera fest – obwohl es strikt verboten war. Auch Bilder der Trauerfeier, die am 22. Juni 1944 für die Opfer stattfand, hat Eugen Jäger gefilmt.

 

In der Vergangenheit hat Wilfried Boekhoff den Film bereits mehrmals in öffentlichen Veranstaltungen vorgeführt. Nun hat er kürzlich auch den Redakteuren von SPIEGEL TV diese historischen Filmaufnahmen gezeigt. Fasziniert davon hat sich der Sender dazu entschlossen, einen Film rund um den Film zu machen.

 

Katharina Hoier und Andreas Hancke von SPIEGEL Geschichte schreiben: Wir möchten die Geschichten hinter diesem für Nordenham und seine Einwohner tragischen Kriegstag finden. Geschichten, die sonst in Vergessenheit zu geraten drohen. Hierfür aber wird die Hilfe und Mitwirkung von Zeitzeugen dringend benötigt.“ Unterstützung findet dieses Vorhaben vom Rüstringer Heimatbund und dem Museum Nordenham.

 

Deshalb ergeht folgende Bitte: Falls Sie sich an jenen 18. Juni im Jahr 1944 erinnern, die Trauerfeier vom 22. Juni oder den anschließenden Trauerzug, vielleicht auch an weitere Bombenangriffe, die nächtlichen Fliegeralarme oder auch an die Menschen, die an jenem Tag verletzt oder sogar getötet wurden, und etwas dazu erzählen können, dann werden Sie gebeten, sich mit Dr. Timothy Saunders vom Museum Nordenham (04731 – 269975) in Verbindung zu setzen. Wichtig ist zunächst einmal, Zeitzeugen zu benennen. Zusammen mit den Mitarbeitern von SPIEGEL TV werden dann die weiteren Schritte koordiniert.