Statt Lücken im Lebenslauf stopfen lieber einen Film in der Antarktis drehen

AntarktisBrake. "Mach lieber was Vernünftiges", mussten sich drei Jungs aus Bremerhaven oft genug anhören. Doch kann man das heute noch so sagen? Darf das Leben auch Spaß machen? Und lohnt es sich, für etwas zu kämpfen, das andere vielleicht als „verrückt” abstempeln? Ein Beispiel dafür dürfte die ziemlich abgedrehte Idee sein, einen eigenen Kinofilm in der Antarktis zu drehen. Mit PROJEKT: ANTARKTIS nehmen nun die Bremerhavener ihre Zuschauer mit in das größte Projekt, an das sie sich jemals gewagt haben – auf die Reise ihres Lebens, eine Reise von Tim David Müller-Zitzke, Michael Ginzburg und Dennis Vogt.

Am 25. Oktober startet ihr Kinofilm. Bereits am 6. Oktober begrüßt das Centraltheater Brake die drei Jungs persönlich. Sie werden von ihrer Reise und ihren Erlebnissen berichten. Den Film haben sie natürlich auch mit dabei, der an diesem Tag vorgeführt wird. Fragen werden selsbtverständlich auch beantwortet, denn die wird es sicherlich bei so einer Idee geben. Wer kommt schon auf die Idee 14.000 Kilometer weit ins Eis zu fahren, nur um einen Film zu drehen.

Alle drei wollten etwas komplett Neues sehen und sich mit dem Projekt einen lang gehegten Lebenstraum erfüllen. Es gebe nur wenige Orte auf der Welt, die schwieriger zu erreichen seien als die Antarktis. Dabei mussten die Bremerhavener auch hin und wieder an ihre Grenzen gehen.

Vor allem aber möchten die Filmemacher eine Botschaft an die junge Generation richten: Mit diesem Film wollen sie das erzählen, was sie selbst gerne einmal sehr viel früher gehört hätten – ganz gleich ob in der Schule oder zuhause. Zum Thema der eigenen Zukunft, und was man damit am besten anfangen sollte. Sie werden sich auch mit den aktuellen Gesellschaftsidealen unserer Zeit auseinander setzen – nach denen es noch immer am meisten zählt, wer die besten Noten und wer die wenigsten Lücken im Lebenslauf vorzuweisen hat.