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„Auch an die Pflege von Alten und Behinderten im häuslichen Umfeld denken.“

Brake. „Besonders während der Corona-Pandemie sind Angehörige, die zuhause Ältere oder Schwerstbehinderte pflegen, besonders belastet. Entspannung fällt durch die Sorge um die Angehörigen, eingeschränkten Einkaufs- und Kontaktmöglichkeiten noch schwerer als sonst, ambulante Hilfsdienste stehen ebenfalls stärker unter Druck“, sagt Jürgen Bley, Vorsitzender des SoVD-Kreisverbandes Wesermarsch.

„Wir brauchen zusätzliche Hilfen, besonders jetzt“, sagt Bley. Er warnt vor einer mangelnden Versorgung der Ambulanten Pflegedienste und pflegenden Angehörigen mit Hilfsmitteln. „Wenn zuhause betreute Menschen in ein sowieso überlastetes Krankenhaus müssen, drohen zusätzliche Risiken wie Keime oder Vereinsamung. Die Betten in den Kliniken müssen für akut am Coronavirus Erkrankte bereit stehen. „Dass Kranke, Pflegende sowie der Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern optimal ausgestattet werden müssen, ist klar. Aber wir müssen auch an diejenigen denken, die täglich mit Älteren in Kontakt kommen müssen, weil sie diese versorgen.“

In der Wesermarsch wurden nach der Pflegestatistik Niedersachsen 2013 von 3.467 Pflegebedürftigen 35,2 Prozent in Heimen, 24,4 Prozent von Pflegediensten betreut. 40.4 Prozent erhielten Pflegegeld. Bley: „Besonders auf dem Land sind die Wege für die ambulanten Pflegerinnen und Pfleger zuweilen lang. Neben der Pflege bleibt oft kaum Zeit für anderes. Zudem fehlt es an Pflegediensten und mehr noch an Dienstleistern, die die Haushaltshilfe übernehmen.“

Jade-Weser-Zeitung.de

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